FREIE PRESSE/ Vogtland

 

zum Konzert in Rützengrün am 7. August 2015

Rezension zum Konzert im Forum Gestaltung am 19.2.2015

Gabriele Blumenfeld

Ein Abend, der in Erinnerung bleibt

„Musik und mehr für eine neue Synagoge“ – unter diesem Motto war vor wenigen Tagen die

Band „Foyal“ im Forum Gestaltung mit einem Benefizkonzert zu hören. Als Folk- und Weltmusikband ist Foyal in vielen Musikwelten zu Hause. Hier nahm sie ihre Hörerinnen und Hörer mit hinein in die Welt der jiddischen Musik. Unterstützt wurde sie dabei durch den Schauspieler Peter Wittig, der den Abend moderierte und die Texte dieser heiter-melancholischen Lieder, ins Deutsche übersetzt, vortrug.

Eins dieser Lieder gab den Titel: „Die grine Kuzine“. So wurde sie uns vor Augen gemalt: „Schön wie Gold, die Unerfahrene. mit Bäckchen wie rote Orangen, Füßchen, die zum Tanzen bitten, Haar wie fein gewebte Seide, Zähnchen, wie gedrechselte Perlen, Augen wie der himmelblaue Frühling. Sie ist nicht gegangen, sie ist gesprungen. Nicht gedreht hat sie sich, nur gesungen. Lebendig und fröhlich...“.

Mit Temperament, sehr viel Gefühl, mit Witz und ein bisschen Wehmut spielten die Musiker. Es war wie bei einem guten Handballspiel: Man warf sich gegenseitig die Bälle-pardon!- die Noten nur so zu, jeder Musiker ein Solist und trotzdem ein perfektes Zusammenspiel. Ulrike Baumbach berührte die Seelen mit ihrer wunderschönen Stimme. Unvergesslich, wie sie das Lied aus dem Ghetto sang, „Friling“. Bei jedem ihrer Lieder spürte man, dass sie eigentlich Paprika oder Chili im Blut hat. Nicht nur, wenn sie singt, auch, wenn sie ihr Instrument spielt, das „Quinton“. Carsten Apel beherrschte das Akkordeon so, als hätte er 10 Finger an jeder Hand. Christian Luther vollführte ein Feuerwerk auf seinem Percussion, auf der Gitarre oder wenn er sang. Carlos Martinez ließ schwungvoll seine Finger über den Kontrabass fliegen. Und Eberhard Saftien wechselte so schnell zwischen Flöte und Klarinette, dass das Publikum es kaum mit bekam. Man spürte, diese Musiker leben ihre Musik.

Foyal ist eine Kultband für die Magdeburger, da ist der Abend immer viel zu kurz Viele Besucher konnten nicht ruhig auf ihren Plätzen bleiben, sie bewegten sich im Rhythmus mit, klatschten und sangen. Ein Abend, der unvergessen bleibt, und deren letztes Lied, „Mir leben eybik“ (wir leben ewig), Motto und Ziel sein könnte. Sicherlich vergaß mancher Besucher dabei Sorgen und Probleme und ließ sich von der Musik und den Musikern mitreißen.

Der Dank gilt der Band und den Veranstaltern für diesen bewegenden Abend. Und auch dem gastgebenden Forum Gestaltung, dessen Vielseitigkeit an diesem Abend wieder einmal deutlich wurde: neben Theateraufführungen, Lesungen, Ausstellungen und den seit vielen Jahren stattfindenden Tagen der Jüdischen Kultur und Geschichte stellten auch sie sich mit diesem Abend dem Projekt „Neue Synagoge für Magdeburg“ mit ihrem Team und ihren Räumen zur Verfügung. Dass an diesem Abend alles in allem fast 1300 € Spenden für den Synagogenneubau gesammelt wurden, macht deutlich, dass das Publikum nicht nur beim Zuhören zu begeistern war, sondern auch im Blick auf den Spendenzweck. Auch da ist also ein herzliches Dankeschön angebracht.

CD Rezension im Folker 6.14

CD Rezension im Magazin FOLKER

Heft 6/ 14



FOLKER-Magazin/ CD Rezension

Es ist wieder so weit: Es ist ein Schnee gefallen. Musik zu Glühwein und Plätzchen hat wieder Konjunktur, unter diesem Titel auch von der Magdeburger Band FOYAL. Das 2000 gegründete Quintett hat sein Spektrum vom Klezmer aus, dem es seine ursprüngliche Inspiration verdankt, um die Musikkultur des Balkan, Osteuropas, der Roma, aber auch der bretonischen und irischen Volksmusik erweitert. Seine mittelalterlich anmutenden Lieder zum Fest werden auch mal von einem Jazzsolo am Bass aufgelockert, aber Flöte, Geige, Akkordeon und feierlich vorgetragener Gesang bringen doch schnell wieder zu Besinnung und Besinnlichkeit (Eigenverlag,

 

 

MDR zum TFF 2014
MDR zum TFF 2014

FOYAL beim "Songposium" auf dem Tanz- und Folkfest in Rudolstadt 2014


Interview auf MDR Sachsen-Anhalt mit Arno-Udo Pfeiffer
MDR Sachsen-Anhalt Zumer.wma
Windows Media Music Datei 1.9 MB

FOLKNEWS Rezension

 

Foyal – Zumer (2014)

Veröffentlicht am 19. August 2014 von Max Heckel

 

Nach mehr als einem Jahrzehnt gemeinsamen musikalischen Schaffens und bisher drei Silberlingen, war es dieses Jahr wieder an der Zeit, mit „Zumer“ das dritte jahreszeitliche Konzeptalbum auf den Markt zu bringen. So haben FOYAL mit „Friling“ und „Es ist ein Schnee gefallen“ bereits zwei Jahreszeiten eine musische Hommage gesetzt und schließen nun den Sommer an. Was also als nächstes zu erwarten sein wird, ehe sich der Kreis schließt, dürfte klar auf dem Ohr oder in den Saiten liegen, indes die Band weiterreichende Pläne bisher nicht ins Auge fasst.

Mit Kontrabass, Klarinette, Flöten, Akkordeon, Gitarre, Drums und Percussion geht das foyale Quintett beinahe durchschnittliche instrumentell bestückt ans musische Tagwerk und zeugt dennoch von diversen Nova, was die Durchmischung der Genre angeht. So prallen auf „Zumer“ Klezmer-Sounds und Motive der sogenannten Klassischen, so bspw. Dvorak, aufeinander, indes der klassische Gesangsduktus der einzigen und stimmgebenden Dame der Formation eine erfrischend moderatere Form (gegenüber den Vorgängern) gefunden hat.

Es gibt Bands, die seit Anbeginn ihrer Bandgeschichte eine Form der Selbstreue kultivieren, die man als Statik bezeichnen könnte, d.h. die immer wieder gleichen moderativen Floskeln, eine scheinbar endlose Wiederkehr der immer gleichen Stücke – ein Gelöbnis gemäß einem Selbstverständnis, das das lautet: „So war es, so ist es und so wird es immer bleiben.“ In bester Strombergmanier hört man diese Bands beinahe verkünden, „dass Gott sich ja auch nicht verändert“. Und so bleibt die alte nicht nur die momentane und zukünftige Form, sondern vielmehr die einzige.

Foyal gehört glücklicherweise nicht zu den Verfechtern des Beamtenarguments und kultivieren mit jeder Scheibe einen Schritt des Selbstwandels, der ihnen nicht nur gut zu Gesichte steht, sondern den Liebhabern ihrer Musik sehr zur Satisfaktion gereicht. Und so halten nicht nur auf dem Silberling sondern auch live zunehmend Eigenkompositionen Einzug in die Musik der Magdeburger.

So entführt der Opener des Albums zwischen Chocolat-Soundtrack-Parallelen und „Bei Mir Bistu Shein“ in das alte Neue, das Foyal goutieren. Und ehe noch zum ersten Mal die Sangeskraft Baumbachs erklingt, gibt man sich einem zweiten instrumentellen Stelldichein hin. Und weil es während der Arbeit im Waldhaus bei Mohi Buschendorf so anheimelnd gewesen sein muss, erklingt die singende im besten Overdup-Wechsel- und Vielfachgesang mit sich selbst.

Wie auch die Musik nicht mit liebenswerten Details geizt, sind auch Cover und Booklet eine Hommage an einen Sinn, der über dem großen Ganzen erhaben ist. So wird dieses Album allen Freunden des Klezmer aber auch des dezidierten folkloristischen Schaffens ein wohlfeiler Dorn des Mitsummens im Öhrchen sein.

Nächste Konzerte:

Wir fahren nach Tansania!!!

Vom 15.7.-1.8.2017 sind wir Teil eines Kulturaustausches und werden dort Konzerte geben, Workshops veranstalten und hoffentlich viele neue musikalische Ideen mitbringen.Wünscht uns Glück! Bis dann.

11.August 2017

Kirche Schönebeck

Konzert

Beginn: 20.00 Uhr


Hörprobe der neuen CD